Foto

LEAVE.

The Cost Of Compromise

Die Leipziger LEAVE. stehen am Anfang ihrer Karriere: „The Cost Of Compromise“ ist das Debütalbum des Quartetts und sie haben schon vieles richtig gemacht: ein Deal mit Out Of Line Music, die Produktion mit ANNISOKAY-Sänger und -Gitarrist Christoph Wieczorek, Supportshows für BAD OMENS oder POLARIS und Festivalauftritt beim Summer Breeze. Nun kommt das Album und damit wollen sie auch direkt abliefern. So haben sie sich für den ersten Track Michael McGough von ehemals BEING AS AN OCEAN an Bord geholt und ziehen auch sonst alle Register einer modernen Rock- und Metal-Produktion. Es gibt viele Flächen und elektronische Sprenkel, emotionalen Gesang und Texte. Das ist schon alles gut gemacht, auf hohem Niveau produziert und entspricht dem Zeitgeist, aber es wirkt dennoch so, als hätten LEAVE. ihren Kompass noch nicht vollständig genordet. Auf den ersten Blick bringt „The Cost Of Compromise“ alles mit, was eine Rock/Metalband 2025 mitbringen muss, um erfolgreich zu sein. Genau da liegt aber auch ein wenig das Problem: Am Ende fehlt das Alleinstellungsmerkmal, also etwas, das LEAVE. von anderen Bands ihres Genres unterscheidet und besonders macht. Das Potenzial ist vorhanden, aber um aus der Menge herauszustechen, braucht es noch etwas mehr. Aber es ist ja das Debütalbum, man sollte die Band also durchaus im Auge behalten.

Anzeige