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LEFTOVERS

Es kann sein, dass alles endet

Drei Alben in drei Jahren sind eine entschlossene Ansage. Das Wiener Quartett LEFTOVERS, Anna, Leon, Leonid und Alex, lässt auf „Krach“ (2022) und „Müde“ (2023) nun die 13 Lieder von „Es kann sein, dass alles endet“ folgen. Lieder, die dem kulturpessimistischen Albumtitel schon mit ihrem Energiegehalt Hohn sprechen. So klingt zu Ende gehen definitiv nicht! Selbst die Piano-Version von „Keine Tränen“, wie das Stück „Rauschen“ von Sven Regener (ELEMENT OF CRIME) produziert, evoziert Bilder von einem Pianisten oder einer Pianistin, der/die sein/ihr Instrument mit der Todesverachtung eines Jerry Lee Lewis als Mittel zum Zweck malträtiert, der Zweck, etwas zu sagen, und letztlich, Liebe, an die diese jungen Menschen vorbehaltlos glauben, und Zusammenhalt zu beschwören. „Ich stell mir schon seit einigen Tagen immer wieder dieselben Fragen, warum ohne dich alles so scheiße aussieht.“ („Wenn die Welt untergeht“). LEFTOVERS machen aus dem Alternative-Rock- und Punk-Fundus der Welt einnehmende, zwingende Stücke, die auch älteren Hörer:innen durch jedes spießiges „Kenn ich doch ...“ das Herz massieren. Sie zielen hoch, sind dabei aber gewitzt und geerdet zugleich: „Ich wär so gern ein Mensch am Mond / Nie mehr arbeiten für Mindestlohn.“

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