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LONE WANDERER

Exequiae

Die Kurzformel lautet hier: Funeral Doom aus Freiburg im Breisgau. Dass Funeral Doom überhaupt ein echter Genrebegriff ist, war mir neu, das Quartett aus dem Schwarzwald hatte das aber bereits auf zwei vorherigen Alben praktiziert und ästhetisch mit Frakturschrift und entsprechendem Artwork unterstrichen. Auf dem neuen Album „Exequiae“ gibt es ein düsteres Friedhofsszenario mit einer Kuttenträger-Prozession, die im Nebel verschwindet, gemalt von Ernst Ferdinand Oehme, einem Künstler der deutschen Romantik Anfang des 19. Jahrhunderts. Wenn man sich an das etwas stereotype wie unverständliche gesangliche Grollen gewöhnt hat (tatsächlich wird da wohl was gesungen, zumindest gibt es Texte im Booklet), erweisen sich LONE WANDERER auf „Exequiae“ („Leichenzug“) musikalisch als durchaus atmosphärische Angelegenheit, die ihrem schleppenden monotonen Doom Metal interessante melodische Momente abringen können, was sie fast in Symphonic Black Metal-Nähe bringt. Auch wenn ich hier keine nennenswerten innovativen Impulse sehe, ist die „gruftige“ Soundästhetik von LONE WANDERER insgesamt doch erstaunlich ansprechend.

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