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LORNA SHORE

I Feel The Everblack Festering Within Me

Leute, jetzt mal Butter bei die Fische. Die menschliche Aufmerksamkeitsspanne liegt irgendwo um 20 Minuten. Warum bringt man dann ein Album mit der dreifachen Spielzeit heraus? Ja, LORNA SHORE sind in vieler Munde, seit sie sich mit Will Ramos nicht nur einen schnuckeligen Posterboy, sondern auch beeindruckend brutalen Sänger an Bord geholt haben. Und die Band bedient genau diese beiden Pole, im Hintergrund ununterbrochen brutalste Deathcore-Stakkato-Ballerei, im Vordergrund schnuckelige symphonische Melodien, die die Grenze zwischen überbordender Epik und weichgespülter Belanglosigkeit ausloten. Der Spagat zwischen diesen beiden Elementen ist auf „I Feel The Everblack Festering Within Me“ sogar größer als auf den gehypeten Vorgängern. Ist das Ergebnis jetzt schlecht? Nein, sicher nicht, Will Ramos ist ein Shouter mit Ausstrahlung und Format und auch seine Wie-viele-Anschläge-kann-ich-in-7-Sekunden-spielen-Mitstreiter haben ihr Blastbeat-Sperrfeuer perfektioniert. Was die Musik aber erinnerlich und verträglich macht, ist der melodiöse, klassisch inspirierte Zuckerguss, den LORNA SHORE hier großzügig verteilen. Warum das Album aber bei aller Brutalität eher als entspannte Hintergrundmusik als zum konzentrierten Zuhören taugt, ist eine andere Frage.

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