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LOW YO YO STUFF - Music & Memories a Thousand Times Over

Brian Hogg

Listen sind eine Obsession der Popkultur. Die Charts, die fünf besten Songs über dies und das, die zehn Insel-Alben. Brian Hogg, Pop-Chronist und Linernotes-Schreiber, hat gleich mal eine Top-1000-Liste der besten Singles verfasst, mit einem knappen, aber fundierten Begleittext zu jeder Nummer. Das erinnert bewusst an Dave Marshs legendäre 1989er Liste zum selben Thema, Hogg definiert allerdings im Vorwort seine eigenen Spielregeln: Jeder Song muss als A-Seite im Herkunftsland des Künstlers erschienen sein. B-Seiten sind verboten. Songtitel und Interpret werden exakt so genannt, wie auf der ersten Veröffentlichung, auch wenn’s fehlerhaft ist. So kommt eine unglaublich geschmackvolle Sammlung zustande, deren Schwerpunkt allerdings deutlich in den 1960ern liegt. Ausnahmen wie JOY DIVISION, DEATH AND VANILLA oder SLEATER-KINNEY bestätigen die Regel. Hogg befasst sich beileibe nicht nur mit konsensfähigem Material, er liebt Underground und Garage nicht minder als glatt polierten Brill Building-Pop oder krachenden Trinker-R&B. Seinem Dogma bleibt er dabei nicht immer treu; eine knappe Top 50 der besten B-Seiten konnte er sich doch nicht verkneifen. Kein Buch für linearen Lesefluss, man kann und soll es immer wieder aufschlagen, sich eines der kaum mehr als zehnzeiligen Reviews zu Gemüte führen. Leider fehlt ein Glossar, was es schwierig macht, Songs oder Künstler wiederzufinden. Was zudem noch dringendst erledigt werden muss, ist eine entsprechende Playlist beim Streaming-Anbieter eurer Wahl zu erstellen, denn wohl niemand, nicht mal Hogg, wird im Besitz all dieser tollen Singles sein. Freiwillige vor ...

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