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MAGICK KNIVES

s/t

Eine Veröffentlichung auf dem mir bisher nicht bekannten UK-Label Library Of The Occult, das sich mit dieser Selbstbeschreibung präsentiert: „Record label for esoteric Electronics, Dungeon Jazz and Wizard Psych sounds on limited vinyl releases. Music for Goblins, Wizards and Dungeon Masters.“ Huch! Wenn es eso wird, bin ich ja eher raus, ich glaube nicht an Gespenster, doch MAGICK KNIVES, deren titelloses Debüt soeben dort erschienen ist, können mich zumindest klanglich verzaubern. Die vierköpfige Band, deren Debütrelease das ist, kommt aus der Sonoran Desert südlich von Phoenix, AZ und besteht aus Sängerin und Bassistin Sonia Campbell sowie drei Typen, die alle den Vornamen Daniel haben: Daniel Martin Diaz (gt, key), Daniel Singleton (gt) und Daniel Thomas (dr). Ihre Einflüsse liegen unüberhörbar im ursprünglichen Goth, Post-Punk und Wave der ersten Hälfte der 1980er, aber da ist auch – man denke an den sternenklaren Wüstenhimmel da, wo sie leben – ein sehr atmosphärischer Aspekt mit Soundtrack-Qualitäten à la THE CHURCH. Und dann tummeln sich da surfige Einsprengsel („Infernal“) und die Deathrock-Finsternis der frühen CHRISTIAN DEATH sowie Spacerock-Elemente. Gemischt wurde das von TJ Allen (BAT FOR LASHES, PORTISHEAD) und präsentiert wird es mit einem sehr schönen schwarz-silbrigen Cover sowie auf silbrigem Vinyl – und mit einem Satz eigener Tarotkarten als Beilage. Ein faszinierendes, dunkel schimmerndes Album, einerseits nah dran an den alten Größen, andererseits gegenwärtig, ohne mit unnötigem elektronischen Mummenschanz zu nerven wie so viele der heute in eher karnevalesken WGT-Kreisen geschätzten Formationen.

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