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KARG

Marodeur

J.J., eher bekannt als Sänger von HARAKIRI FOR THE SKY, betont ja gerne, dass sein deutlich unbekannteres Betätigungsfeld KARG seine Hauptband sei. Nachvollziehbar, da er bislang acht Alben im Alleingang unter dem Banner veröffentlicht hat. Das hat sich jetzt beim neunten Longplayer namens „Marodeur“ geändert, denn KARG sind erstmals zu einer Band geworden, die im Kollektiv Songs schreibt. Grundsätzlich hat sich an der Ausrichtung der Musik, nämlich hoch melodischer Post-Black-Metal mit melancholischen Texten in österreichischer Mundoart, kaum etwas geändert. Vielleicht hat ein wenig Rock Einzug gehalten, der sich aber nahtlos integriert und der Musik etwas mehr Drive in der sich anbahnenden Depression gibt. „Marodeur“ ist – wenig verwunderlich – dennoch kein Album zum Workout in der Muckibude geworden, sondern etwas für nachdenkliche und sensible Momente bei einem Gläschen Gänsewein und einer einsamen Kerze in der Schwärze der Nacht.

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