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MAUDITS

In Situ

„In Situ“ verknüpft den elegischen und eleganten Flächenklang des Cellos mit technisch anspruchsvollem Prog-Metal. Das Cello ist genau das Gegengewicht, das die Virtuosität der mathematisch kalkulierten Metal-Arrangements mit der Gelassenheit ausstattet, die die Komplexität, die auf dem Genre lastet, aus der reinen Effekthascherei befreit. Die Streicherflächen entlasten die Instrumentalkompositionen, indem der gleichmütige Bogenstrich die progressive Anstrengung und Überforderung übermalt. Die Musik gewinnt an Wärme und Nähe, denn die lang ausklingenden Cellomelodien legen sich wie ein schwerer Schleier über die klinische Präzision. So hat „In Situ“ einen inklusiveren Charakter als viele ähnlich gelagerte, aber deutlich kühlere und distanziertere Erzeugnisse der progressiven Härte, die nichts weiter als raffiniert verschachtelter Selbstzweck von und für Nerds sind. 2019 gründeten sich MAUDITS und von einem Cellisten fehlte jede Spur. Erst nach und nach pflegte das Trio das Streichinstrument in seine Musik ein und reduzierte die Vertracktheit ihrer Arrangements. Mittlerweile gehört ein Cellist selbstverständlich zur Band. Auf „In Situ“ erweitert sich das Repertoire sogar um zwei Gesangsbeiträge.

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