Foto

M(H)AOL

Something Soft

M(H)AOL, irische Band benannt nach der irischen Piratin Gráinne Mhaol, allerdings mit in Klammern isoliertem H, was irisch dann „male“ ausgesprochen wird. Als kleiner Insider versteht sich, denn hier sind „Radical, Feminist, Punks“ am Werk, namentlich Constance Keane (dr/voc), Jamie Hyland (bs/voc) und Sean Nolan (gt). Mit Unterstützung diverser Gastmusiker produziert das Trio auf seinem zweiten Album einen heftig auf die Spitze getriebenen akustischen Dauerglitch. Gnadenlos in Klänge gegossene Alpträume aus heftig nervenzermahlenden Lärmversatzstücken, dein Soundtrack zum nächsten Katerfrühstück. Diese Platte „Something Soft“ zu nennen? Sarkasmus und so, klar. Tatsächlich ist das eher experimentell noisiger Furor direkt aus der Hölle, dem wirklich nur erfahrene Freunde des auditiven Masochismus ausgesetzt werden sollten. Genauso unbequem wie die Botschaften, die hier zwischen manchem wirren Nonsens gelegentlich eingestreut werden: „It’s foul play for hens who stay / Cooped up inside all day / And lay the eggs to make the hash browns / To feed all you fucking clowns“. True.

Anzeige