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WUNDERHORSE

Midas

Bei WUNDERHORSE und ihrem zweiten Album „Midas“ (2022 erschien der Erstling „Cub“) zeigt sich mal wieder das Faible von Bands für skurrile deutsche Namen beziehungsweise für eine Mischung aus Deutsch und Englisch. Der Namensgeber war hier die amerikanische Kinder-Western-Fernsehserie „The Adventures of Champion“ („Lassie“ mit Pferden), die in England „Champion the Wonder Horse“ hieß und den Briten Jacob Slater dazu animierte, danach seine spätere Band zu benennen. Ansonsten war Slater auch schon als SEX PISTOLS-Drummer Paul Cook in Danny Boyles Serie „Pistol“ zu sehen, bei WUNDERHORSE ist er allerdings Sänger und Gitarrist. WUNDERHORSE durften während ihrer bisherigen kurzen Karriere bereits die Bühne mit FONTAINES D.C., PIXIES und FOALS teilen ­– gewisse musikalische Parallelen lassen sich diesbezüglich durchaus finden, auch wenn die Briten eher amerikanisch geprägte Traditionalisten als Innovatoren sind. Am besten funktioniert „Midas“, wenn sich WUNDERHORSE in die Gefilde von Neil Young und seiner langjährigen Begleitband CRAZY HORSE begeben und ihren melodischen, aber songwriterisch manchmal etwas blassen folkigen Rock mit ordentlich Lärm anreichern. Aber man hat das vielleicht schon ein paar Mal zu oft gehört, was WUNDERHORSE hier (gekonnt) praktizieren, um dabei in völlig unkontrollierte Begeisterungsstürme auszubrechen.

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