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MONKS

Black Monk Time

Die MONKS wurden 1964 im hessischen Gelnhausen noch als THE 5 TORQUAYS von fünf amerikanischen GIs gegründet und von zwei ehemaligen deutschen Kunststudenten gemanaget. Mit ihrer Mönchstonsur und der strengen schwarzen Kleidung entwickelten sich die MONKS zum mit Kalkül konzipierten ernsten Gegenpol der „witzigen“ BEATLES, provozierten in Zeiten des Vietnamkrieges mit politischen Texten wie dem zu „Monk time“ und wurden von der deutschen Presse und dem Publikum zwar durchaus gefeiert und geschätzt und hatten entsprechende Erfolge, doch waren sie weit mehr als eine simple, auf Spaß bedachte Beat-Band à la RATTLES und LORDS, die damals in Deutschland Erfolge feierten. Als „Robotermusik“ bezeichneten der Band weniger wohlgesonnene Menschen den eigenwilligen, konzeptionellen Beat des Fünfers, der sich nach nur einem Album, „Black Monk Time“ (1966 auf Polydor erschienen), 1967 wieder auflöste. 1979 kam ein erster Rerelease, dann 1994 und erneut 2009, nachdem das Interesse an der Band sukzessive wieder gewachsen war, unter anderem nach einem Konzert 1999 in New York. Gerade die damals aufblühende Garage-Punk-Szene feierte die MONKS, auch Konzerte in Europa gab es – ich sah sie 2007 in Frankfurt. 2006 war der von den Regisseuren Dietmar Post und Lucía Palacios für Play Loud! Productions produzierte Dokumentarfilm „monks – the transatlantic feedback“ erschienen und hatte die popkulturelle Bedeutung der Band herausgestellt. „Black Monk Time“ wirkt heute, fast 60 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung, so absurd und „out of time“ wie die frühen Releases von SUICIDE, VELVET UNDERGROUND oder THE CRAMPS – es ist eine dieser Platten, die man kennen muss, um die disruptive und provokative Kraft von Musik verstehen zu können. Wetten, dass Ian Svenonius von THE MAKE-UP und Dennis Lyxzén von THE (INTERNATIONAL) NOISE CONSPIRACY diese Platte kannten, als sie sich ihre jeweiligen Bands ausdachten? Munster Records hat diesem Über-Klassiker nun eine von den Originalbändern gemasterte Neuauflage gegönnt.

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