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MOTHER

II

So richtig viel ist über dieses belgische Trio aus Ostende nicht in Erfahrung zu bringen, dessen Name denkbar ungünstig für eine befriedigende Internetrecherche ist. 2020 erschien ihr erstes Album „I“, jetzt gefolgt von „II“, bei dem MOTHER ebensowenig Wert legen auf unterscheidbare Einzelsongs wie auf dem Vorgänger und sich stattdessen durch eine dichte 40-minütige Gesamtkomposition arbeiten. Ihr Label benutzt dafür das Etikett „Blackgaze“, also eine Mischung aus Shoegaze und Black Metal, was durchaus treffend beschreibt, wie MOTHER ihren Sound trotz heiserem Gekreische, das deutlich weniger stereotyp als bei vielen anderen, fast schon zur Selbstparodie neigenden Black-Metal-Vertretern wirkt, und gewitterigem Geballer auch immer wieder in sehr atmosphärische und entspanntere Dark Ambient-Gefilde transportieren, ohne die Homogenität des Albums zu stören, das entweder alles brutal niederwalzt oder erstaunlich melodische und meditative Töne anschlägt. Auch wenn MOTHER hier nicht zwingend etwas neu erfinden, gelang ihnen dennoch ein spannendes und atmosphärisch intensives Album, das großen Eindruck hinterlässt.

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