
Ein Trip durch eine unerforschte Marslandschaft ohne Worte. Schwere, progressive Musik auf Entdeckungstour. Ein Abenteuer ohne Worte. Wie der NASA-Mars-Rover „Perseverance“, der auf der Suche nach Spuren früheren Lebens auf dem roten Planeten über menschenfeindliche Felslandschaften rollt. Die Songs heißen „Staub“, „Schwarzer Sand“ oder „Krater“. Die vier Berliner erschaffen sich ihre eigene Klangwelt. Zwischen Post-Rock, Ambient, Sludge und Progressive Rock. Drei Gitarren und ein Schlagzeug, kein Gesang. Jan Korbach, Patrick Zahn, Michael Zolkiewicz und Florian Häuser kennt man vielleicht von Bands wie ÅND, PATSY O’HARA oder EARTH SHIP. Der kürzeste Song ist nicht mal zwei Minuten lang, der längste überschreitet die 16-Minuten-Marke. Es regieren vor allem Gitarrenriffs, es gibt aber auch vereinzelt Klavier und Streicher. Streckenweise leichtfüßig und freundlich mit Akustikgitarre, streckenweise tonnenschwer und doomig. Man weiß nie, welche Schallwelle hinter der nächsten Ecke lauert. Eine ausgeprägte Laut/leise-Dynamik und latente Melancholie prägen die Songs. NEÀNDER sprechen vor allem die Gefühlswelt an, eine inhaltliche Ebene gibt es nicht. Produziert und gemischt wurde „III“ von Jan Oberg (EARTH SHIP, GRIN) im Hidden Planet Studio in Berlin. Klarer Fall von experimentierfreudigen Klangforschern.
© by Fuze - Ausgabe #109 Dezember 2024 /Januar 2025 2024 und Anton Kostudis
© by Fuze - Ausgabe #109 Dezember 2024 /Januar 2025 2024 und Anton Kostudis
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #178 Februar/März 2025 und Wolfram Hanke
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #144 Juni/Juli 2019 und Daniel Müller