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SEÑOR PILZ

Niemand hat die Absicht eine Enterprise zu bauen

Das Walter Ulbricht-Zitat aus dem Jahr 1961, als er als Vorsitzender des Zentralrats der SED den geplanten Mauerbau abstritt, auf die Enterprise umzumünzen, das kann nur SENOR PILZ überzeugend gelingen. Ebenso „Das letzte Kampflied“ zu schreiben, das mir ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert, auch wenn sie zum Schluss anmerken, dass sie ein wenig übertrieben hätten. Passend zum Inhalt klingen sie ein wenig wie Klaus der Geiger und TON STEINE SCHERBEN. Wie schon auf der letzten Platte ist es dann wieder verspielt, melodisch, aber auch vertrackt und garniert mit schönen Pogo Attacken, wie einst bei den frühen SCHLIESSMUSKEL. In „Die Tränen der Schafe“ verraten sie uns, wer wirklich dieses Land regiert, und sie kritisieren ihr eigenes Konsumverhalten in „Das ist kein Luxus – Es ist Hautkrebs“. Es gibt CLASH-ähnlichen Reggae-Punk bei „Ein guter Tag für den Alpha Zerfall“ und im „Schweinchensong“ geht es um eine faire Bestattung für Fleischfresser. SEÑOR PILZ sind die Till Eulenspiegel des Kölner Punkrock!

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