
Die britischen Stoner-Metaller ORANGE GOBLIN bewegen sich stramm auf das dreißigste Jahr ihres Bestehens zu, was zu gegebener Zeit gefeiert werden will und sicher auch wird. Mit dem neuen Album lässt es sich auf jeden Fall schon mal ein bisschen in Feierlaune bringen, ist es doch das zehnte der Band. Auf jenem haben sich ORANGE GOBLIN wieder auf das besonnen, was sie am besten können, nämlich knackige, metallische Stoner-Brecher zu liefern. Schien auf jüngeren Platten der Fokus ein wenig Richtung poppigere, vermeintlich massentauglichere Gefilde zu driften, spricht „Science, Not Fiction“ wieder eine andere Sprache. Das erste Viertel der Platte wird von wuchtigen Riffbrettern bestimmt, die eine beeindruckende Energie transportieren und verdeutlichen, warum ORANGE GOBLIN Stoner-„Metal“ und nicht Stoner-„Rock“ spielen. Der gerne getätigte Vergleich mit MOTÖRHEAD und BLACK SABBATH macht hier auf jeden Fall Sinn. Mit Track Nummer fünf, „Cemetary rats“ geht es dann zunächst etwas gemächlicher weiter. Effektvolle Gitarren wabern durchs Gehör und vermitteln schon fast so was wie post-rockiges Flair, zumindest solange, bis der Song plötzlich kippt, durch seine Rifflastigkeit mächtig nach vorne geht und einen gepflegten „Asi“-Faktor transportiert. Metal? Punk? Hardrock? Alles darf, nichts muss, weshalb ORANGE GOBLIN hier durchweg dynamische Songs an den Start gebracht haben. Haben die eigentlich jemals ein schlechtes Album veröffentlicht?
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