Foto

OSI AND THE JUPITER

Larvatus

„Larvatus“ ist mein erstes Zusammentreffen mit dieser Neo-Folk-Band aus Kent, Ohio, die schon seit 2016 diverse Platten bei Eisenwald veröffentlicht hat. Bestehend aus Multi-Instrumentalist Sean Kratz und Cellist Kakophonix aka Christopher Brown, wobei das Duo diesmal von Elyse Hirsch am Bass und beim Hintergrundgesang unterstützt wird. „Larvatus“ erweist sich dabei als angenehm klischeefreie Form von Neo-Folk, die gewisse ritualistische Elemente von HEILUNG aufweist, aber eigentlich rein musikalisch trotz des Liebäugelns mit nordischer Mythologie mehr in Richtung Americana tendiert, ergänzt um Ambient- und Kammerpop-Elemente – Wikinger assoziiere ich mit der naturverbundenen Spiritualität von OSI AND THE JUPITER (benannt nach Kratz’ Schäferhunden) weniger. Insgesamt eine sehr ruhige und atmosphärische Angelegenheit, deren Schwermut immer wieder durch eine schöne Melodik aufgebrochen wird. Sozusagen orchestrale heidnische Volksmusik, gepaart mit stilvoller Townes Van Zandt-Verehrung und Gothic-Atmosphäre, wozu auch gut passt, dass der sparsam eingesetzte Gesang von Kratz ein wenig an Gavin Friday von den VIRGIN PRUNES erinnert.

Anzeige