2015 gründeten sich PALE BLUE DOT irgendwo zwischen Bologna und Ferrara in Norditalien in der klassischen Viererbesetzung. Auf dem Cover: etwas, das wie die Erde aus dem Weltall gesehen aussieht. Eine Verbindung zum Bandnamen wäre denkbar: so beschrieb Carl Sagan einst die Erde basierend auf einem Foto, das die Raumsonde Voyager 1 1990 aus sechs Milliarden Kilometer Entfernung von unserem Planeten gemacht hatte. Die Musik des Quartetts auf dem Debütalbum? Kein Spacerock, sondern (zumindest) spaciger Shoegaze in Kombination mit psychedelischen Elementen und Frühachtziger-Post-Punk. Die famosen Australier THE CHURCH kommen mir hier in den Sinn, aber auch ECHO AND THE BUNNYMEN – die eher verspieltere als pechschwarze Musik jener Jahre im Goth-Vorfeld. PALE BLUE DOT haben aber auch so einen gewissen luftigen Jangle-Pop-Touch, es wirkt alles handgemacht, obwohl die Band bei Videos auch gerne mal KI einsetzt. Die Texte liegen nicht bei, liegen der Band aber am Herzen und wirken, im Info angeteasert, konzeptionell und ambitioniert im Themenbereich von Bandname und Cover.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #181 August/September 2025 und Joachim Hiller