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PANIKRAUM

Selbst

Ach, sie werden es einerseits kaum mehr hören können, andererseits aber auch leicht resigniert eingestehen, dass es ist, wie es ist. Wer PANIKRAUM aus Mönchengladbach in den letzten zehn Jahren mal gesehen hat, wer 2017 ihr erstes Album „Kopfkino“ hörte und nun das neue „Selbst“, wird immer wieder ... EA80 raushören. Was nicht von ungefähr kommt. Alexander Strafe (voc, gt) von ... genau, DIE STRAFE, durfte sich das vor drei Jahrzehnten schon anhören, auch hier galt die Gladbach-Sippenhaft. Und dann ist da ja auch noch die „Rhythmusmaschine“ von EA80 im Einsatz, der unermüdliche Nico von Brunn, Markus spielt die andere Gitarre, Jasper ist am Bass zu hören. Bei der Release-Party Ende Februar hatten PANIKRAUM das in „Klotzs am Bein“ genamedroppte Gießener Duo zu Gast sowie mit TROOPS OF TOMORROW den anderen EA80-Ableger – und Martin saß am Merchtisch. Ein Familientreffen. Und auch live war da immer dieser „Klingt wie“-Moment, aber es schliff sich ein, bis beide Bands irgendwie miteinander verschmolzen. Das hatte was von der jeweils einzelnen Begegnung mit zwei Menschen, die sich sehr stark ähnelnde Geschwister sind. Für Momente zuckt man zusammen, weil man sich in Erinnerung rufen muss, mit wem vom beiden man es gerade zu tun hat, aber dann hat man sich daran gewöhnt. Alexanders Texte sind intensiv und dunkel gleichermaßen, nicht ganz so verklausuliert wie nebenan und auch wenn da viel Düsternis ist, so stellt sich doch ein Wohlgefühl ein. Exzellent und druckvoll aufgenommen im Werner Wiese Tonstudio.

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