
Melodische Gitarrenläufe eröffnen das Album, die Rhythmusgruppe kommt dazu, die Sounds verdichten sich – und schon sind die Gitarren zum Auflockern wieder da. Das manchmal fast auf Minimalismus setzende Wechselspiel der Instrumente trägt überraschenderweise sehr gut durch den Opener, vor allem wenn der Gesang hinzukommt, der wie ein selbstständiges Instrument eingreift. Letzterer wirkt sehr lässig, fast etwas schlaksig. Dann immer wieder einbrechende, aber zeitverzögerte, fast zurückhaltende Lärmangriffe, die sich zu epischen Gebirgen anhäufen. Was für ein seltsames, eigenes Album. Hier gibt es eine Mischung aus Doom und Psychedelic, aus Grunge und Hardrock, die von PEACH MELBA so geformt wird, das ein ganz eigener Sound entsteht, der mit vielen Brüchen arbeitet, aber die Songs immer wieder zusammenfügt – und das auf eine manchmal bestechend einfache Art. Schönes, lässiges und sehr harmonisches Album. Mehr geht hier nicht!
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #177 Dezember 2024/Januar 2025 2024 und Thomas Neumann