
Die können was – und müssen sich für nichts rechtfertigen, geschweige denn entschuldigen! PERKELE legen mit „Theater“ ihr 13. Album vor und es ist: großartig! Selten klingt und gelingt musikalisches Erwachsenwerden so überzeugend. Ist das noch Punkrock?! Sind das noch PERKELE? Ja und ja. Und ja, mir egal, ob das wer anders sieht. Warum auf ausgetretenen Pfaden wandeln, wenn sich sich völlig neue Horizonte auftun? Musikalisch hat sich das Trio längst zu neuen Ufern aufgemacht. Classic Hardrock, Melodic Power-Metal kämpfen um die Pole-Position, ohne die Roots – catchy Streetpunk – zu verleugnen. „Theater“ klingt dementsprechend „metallisch-rockig“ und lässt viel Raum für pumpende Bässe, virtuose Soli und pointiertes Drumming. Gleich der rasante Opener „Burn“ ist ein Burner! Rons ultraschnelles Hammering gibt die musikalische Marschrichtung vor: Pommesgabel! Ron, Christopher und Jouni zelebrieren auf „Theater“ die große Rockshow, werfen alten Ballast ab, geben sich hoffnungsvoll („Railroad“), aufmüpfig („Give it back“, „Never let them win“), nachdenklich („When I woke up“, „Sail away“), sind und bleiben Punk for life („Attitude“). Werft alte PERKELE-Songs, IN FLAMES, BABOON SHOW, HELLACOPTERS in einen Topf, und ihr wisst, was ihr bekommt. Sehr geschmeidiger Sound, der noch immer typisch PERKELE ist, sich aber vom Punk-Mikrokosmos (fast) vollkommen emanzipiert hat. Schweden-Rock deluxe!
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