
Mit „Poltergeist“, einem Intro, das sich irgendwie nach Oldschool-Horrorfilm anhört und von vermeintlich bedrohlichen Orgelklängen zu gniedelnden Gitarren wechselt, erfüllen PHANTOM schon mal das eine oder andere Klischee. Wenn die Band dann mit „The tower of Seth“ in das Album einsteigt, hält sich die Überraschung in Grenzen. Die Mexikaner poltern sich durch einen Mix aus klassischem Heavy Metal und angeschwärztem Thrash der ganz alten Schule. RAZOR, SLAYER, MERCILESS oder auch DARK ANGEL sind nur einige der Namen, die sofort im Gedächtnis aufblitzen. Die Gitarren sägen sich mit flotten Uptempo-Riffs durch die Songs und sowohl den Drums als auch den Vocals wurde eine ordentliche Portion Hall spendiert. Logisch, dass das tüchtig bollert. Nicht zuletzt auch weil ein gewisser Patrick W. Engel für das Mastering verantwortlich zeichnet und sicher noch so manche Nuancen aus dem Klangbild herausgekitzelt hat. PHANTOM haben mit „Tyrants Of Wrath“ eine durchaus ordentliche Platte abgeliefert, übrigens die zweite vollständige nach einigen Demos, einem Split-Album, dem Debüt und einer EP. Bleibt abzuwarten, wie lange das Bestand hat, schließlich schießen derartig gelagerte Bands derzeit wie Pilze aus dem Boden.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #183 Dezember 2025/Januar 2026 2025 und Kalle Stille
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #180 Juni/Juli 2025 und Jens Kirsch