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PIL & BUE

You Have Chosen Darkness

Man ist direkt drin. Das Alternative-Rock-Duo aus Norwegen gönnt sich weder Intro noch Herleitung, sondern packt seine Hörer:innen sofort ein und nimmt sie mit auf eine gut 30-minütige Reise durch sämtliche Facetten ihrer musikalischen Welt. Die sanfteren, getragenen Rock-Klänge des starken Openers „Somewhere in between“ wiegen einen zunächst in falscher Sicherheit, denn bereits das darauf folgende „222“ sorgt für Überraschungsmomente, während es zügig und ein wenig unkoordiniert in Death-Metal-Manier losmarschiert. Mit „That little sting“ wird’s dann plötzlich düster, basslastig und ein wenig mysteriös: Nach einem ausgedehnten Intro durchbricht die helle Stimme von Petter Carlsen den finsteren Vibe und sorgt im weiteren Verlauf für einen spannenden Kontrast. Und so treibt man weiter, vorbei an lieblich-bedächtigen Passagen sowie Stadionrock-Momenten, stets gespannt, was sich hinter dem nächsten Takt verbirgt. Und so erreicht man „Giving in“, den letzten Song der Platte und wohl auch das Highlight: Gemacht für die größeren Bühnen dieser Welt, besticht dieses Stück mit einem markanten Industrial-Riff, kraftvollen Rock-Vocals, fast atmosphärischen Intermezzi und einer träumerischen letzten Minute. Mit „You Have Chosen Darkness“ servieren PIL & BUE einen wilden, aber bestechenden Mix, der etwas verwirrt, es aber definitiv Wert ist, gehört zu werden.

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