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PISSE

Dubai

Der 100. Release auf Phantom Records gehört natürlich PISSE, die wie keine andere Band für das Label stehen. Die zehn Songs schlagen mit gerade mal 18 Minuten zu Buche, was beim bisherigen Beharren der Band auf die exklusive Darbietung der aktuellen Platte bei Live-Konzerten zu recht kurzen Auftritten führen dürfte. Vielleicht gibt es aber auch die letzten beiden Veröffentlichungen. Es ist alles da, was PISSE ausmacht, die kurz angeschlagene Gitarre, der Kasernenhofgesang, etwas mehr dicke Bassläufe, das präzise Schlagzeugspiel, Theremin und die Tasten, wobei die Gitarre hier auch andere Freiheiten genießt und der Gesang auch mal atemlos klingt. In jedem Fall kein Stillstand, keine sture Wiederholung eines erfolgreichen und bewährten Konzepts, sondern kleine, aber merkliche Schritte, ohne den eigenen Bezug zu verlieren, nur um auf Teufel komm raus völlig neue Töne anzuschlagen. Aufgenommen in der bewährten Klangwerkstatt von Brezel Göring, klingt das Ergebnis maximal gut, weil es nicht mehr und nicht weniger braucht. Auch wenn hier kein Song wesentlich über die Zwei-Minuten-Marke kommt und einer genau genommen nicht mal von PISSE stammt, werden alle vollauf bedient, die der Band bisher auf Schritt und Tritt gefolgt sind. Gäbe es so etwas wie ein PISSE-Best-Of-Set, wären von dieser LP mindestens drei, wenn nicht vier Songs im Lonsdale-Schriftzug mit dabei.

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