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TESS PARKS

Pomegranate

2022 gab die aus Toronto stammende, aber in London lebenden Musikerin und Künstlerin Tess Parks mit „And Those Who Were Seen Dancing“ ihr Debüt bei Fuzz Club, dem gingen zwei Kollaborationen mit Anton Newcombe von THE BRIAN JONESTOWN MASSACRE voraus, veröffentlicht auf dessen Label A. Ihr allererstes Album „Blood Hot“ erschien 2013 auf 359 Music, dem Label von Alan McGee, ehemals Boss von Creation Records. Und wenn man Creation als Bezugspunkt nimmt, passte Parks mit ihrem soften Psych-Pop mit VELVET UNDERGROUND- und THE JESUS AND MARY CHAIN-Anklängen gut dorthin, auch wenn sie songwriterisch weniger Eindruck hinterließ. Ein Problem dabei stellt sicher dar, dass Parks gerade gesanglich, aber auch hinsichtlich ihrer Arrangements immer etwas verschlafen klingt, was ihr auch so nette Kommentare wie „Patti Smith on Quaaludes“ einbrachte, ich habe hier eher eine vom Jetlag geplagte Hope Sandoval (ehemals MAZZY STAR) vor Augen, die deutlich weniger Magie versprüht. Insgesamt ist „Pomegranate“ wieder ein sehr schön instrumentiertes Album mit einfallsreichen Arrangements geworden, mit „California’s dreaming“ als Quasi-Hit (nein, keine Coverversion von „California dreamin’“). Manchmal hätte man sich aber dennoch eine stärkere Spannungskurve und mehr Feuer bei der Darbietung gewünscht, wodurch „Pomegranate“ überwiegend schüchtern im Hintergrund stehen bleibt, anstatt sich auch mal ein bisschen in den Vordergrund zu drängeln.

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