
Nach einem schon ein paar Jahre zurückliegenden Demo kommt mit „Possible Damage“ nun also das erste Album der dreiköpfigen Band aus Oldenburg und Münster, die man bereits aus SVFFER, UNREST und ATOMKRIEG kennen könnte. 17 in Highspeed durchgeprügelte Songs. Einmal im Einkaufswagen über das Kopfsteinpflaster am Prinzipalmarkt und zurück, wobei es vollkommen egal zu sein scheint, ob eines der Räder blockiert und der Wagen schleift. So lässt sich diese zwischen Powerviolence und Crust angelegte Druckentlastung wohl trefflich fassen. Umso erstaunlicher ist, dass der Bass nicht Teil des rumpelnden und ratternden Einkaufswagens ist. Bestimmend ist ein blastendes Schlagzeug, eine im Klang sehr hardcorige Gitarre und ein sich auf fast jede Sekunde legendes Geschrei, das manchmal durch eine zweite Stimme verstärkt wird. Dadurch entsteht der crustige Anschlag der Band, wie in „Darkness“ oder „Destroy“. Dieser scheppernde Einkaufswagen durchpflügt die Innenstadt und gerät über die gesamte Spielzeit nicht außer Kontrolle, bleibt bei höchstem Tempo stabil, fällt nicht um und bahnt sich unbeirrt markerschütternd lärmend seinen Weg.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #179 April/Mai 2025 und David Gabriel