
2015 gründeten sich PUHELINSEKSI in Rovaniemi im Norden Finnlands – einer Stadt, die exakt auf dem nördlichen Polarkreis liegt. Die Debüt-EP „Mitä Meistä Tänne Jää“ kam 2018, auch schon auf Svart, dem derzeit wohl wichtigsten finnischen Label. 2020 folgte das erste Album „Sydänkohtaus Tanssilattialla“, 2022 kam „Vieraita Toisillemme“ und nun im Herbst 2025 „Mitä Sanoa Särkyneelle?“. Die Band textet konsequent auf Finnisch, war trotzdem schon im Rest Europas unterwegs – Finnisch ist eine jener Sprachen, die man gerne mitsingen möchte, gerade bei solch melodisch-melancholischem Punkrock, und wo man sich dabei ertappt, lautmalerisch irgendwas mitzusummen – „Uohohoh ...“ geht immer, gerade die Chorgesänge laden hier dazu ein, siehe etwa „Poissa silmistä“. Musikalisch sind PUHELINSEKSI recht nah dran am klassischen Trallpunk ihrer schwedischen Nachbarn, wer ASTA KASK immer gefeiert hat, liegt hier genau richtig. „Was soll man einem Gebrochenen sagen?“, lautet der Titel ihres aktuellen Albums in der Übersetzung, und wenn die Band ihren Sound als „bitter-süß“ beschreibt, trifft das den Nagel tatsächlich auf den Kopf. Wundervoll zeitloser Punkrock, der von der Stimme von Sängerin Noora Määttä geprägt wird. 1985? 1995? 2025? Egal!
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #183 Dezember 2025/Januar 2026 2025 und Joachim Hiller