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PUT SOME GRAVY ON IT - The Mud, The Blood & 40 Years of Nine Pound Hammer

Ashleigh Bills

Es war ein Anruf aus Hamburg, der die Geschicke von NINE POUND HAMMER maßgeblich beeinflussen sollte. Trotz durchweg positiver Kritiken für sein Debütalbum „The Mud, The Blood And The Beers“ bekam das Quartett aus Owensboro, Kentucky kein Bein auf den Boden, bis Crypt Records-Chef Tim Warren 1991 anbot, das Zweitwerk „Smokin’ Taters“ zu veröffentlichen. Dank des soliden Garage-Punk-Netzwerks des Labels und regelmäßiger Touren in den Folgejahren etablierte sich europaweit eine bis heute treue Fanbasis, anders als in den USA. Autor Ashleigh Bills, Werbetexter mit Wurzeln in Kentucky, zeichnet die Karriere der Band von den Anfängen im Jahr 1985 als BLACK SHEEP bis zum 2023er-Album „Rock’n’Roll Radio“ nach, indem er die Mitglieder und deren direktes Umfeld persönlich zu Wort kommen und sie sämtliche Alben Song für Song kommentieren lässt. Es ist die Geschichte der „Tater Twins“ Blaine Cartwright und Scott Luallen, zweier begnadeter Geschichtenerzähler, die ihr Umfeld aus Maisfeldern und Rednecks in El Caminos in der Provinz von Kentucky satirisch betrachten, analysieren und mit einem Augenzwinkern in dreiminütige Cowpunk-Attacken verpacken, die die Intensität der RAMONES mit dem Südstaaten-Flair von Johnny Cash, Sun Records und JASON & THE SCORCHERS vereinen. Der Unterhaltungswert der beiden Herren ist hoch und jedes Mal, wenn man ihre Kreativität für Seitenhiebe wie „Possum kickin’ fried squirrel eating son of a bitch“ bewundert, klappt einem anschließend die Kinnlade herunter, sobald man sich bewusst wird, dass die Realität immer noch schräger ist als jede Fiktion.

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