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ROGERS

Rambazamba & Randale

Der Plan war klar: Die letzte Platte musste getoppt werden. Das Ding zuvor hieß 2019 „Mittelfinger für immer“ und war veröffentlicht worden, als noch alles anders gewesen ist: Die Welt kannte noch kein COVID-19. ROGERS waren noch auf dem Sprung. Und einer ihrer Songschreiber hieß noch Nico, spielte Gitarre und prägte die Musik der Band. Schnitt. 2023. Die Welt kennt COVID-19 und kann den Namen „Corona“ nicht mehr hören. Nico ist weg. Und ROGERS sind gesprungen. Zu Warner. Majorlabel. Darüber müssen sie auf dieser neuen Platte sogar selber grinsen („Rapstar“). Der neue Gitarrist Elias bescherte „Rambazamba & Randale“ hörbar Druck und einen mächtigen Sound für etwaige größere Hallen, in die es zukünftig gehen könnte. Die Band hat ihren Sound gar um das eine oder andere, nie übertrieben sondern stets auf den Punkt eingesetzte musikalische Gimmick (AutoTune, Electro-Elemente) erweitert – und das Amüsement der Musiker darüber hört man den Songs an. Entsprechend macht diese Platte gehörig Spaß. Aber man muss auch konstatieren: An „Mittelfinger für immer“ vorbeiziehen kann sie nicht. Das Album zuvor, das Album vor der „Auf einmal ist alles anders“-Zeit, definierte den ROGERS-Sound. Und einen Sound kann man eben nur einmal definieren.