
ROVAR klingen wie eine Band aus den 1990ern, die beim Lollapalooza am Bühnenrand steht und für fliegende Bierbecher sorgt. Die Dynamik und die Wucht erinnern an die Jahre, in denen musikalisch alles erlaubt war und Computer oder Synthies in der Musik keine Rolle spielten. Bands wie NIRVANA, JANE’S ADDICTION, BLIND MELON oder DINOSAUR JR. holten Rockmusik aus der Mottenkiste und steckten sie in ein neues Glitzerkostüm. Labels wie Sup Pop hauten fast wöchentlich neue Scheiben raus. Auch bei ROVAR ist alles analog und handgemacht, die Songs sind catchy, groovy und haben Ecken und Kanten. Ein bisschen Blues, ein bisschen Grunge und jede Menge Drive. Gespielt in der klassischen Trio-Besetzung Gitarre, Bass und Schlagzeug. Die Wut in den Texten ist fast greifbar. Was gibt es Besseres? Luca Mewes, Paul Ulrich und Bennet Fuchs funktionieren wie eine gut geölte Maschine. „Smoke“ ist schon das zweite Album des Trios aus Münster nach „Miles“ von 2021. Aufgenommen in Eigenregie auf Tape in den eigenen vier Wänden. Die Musikwelt werden die drei Jungs mit ihren Songs sicher nicht aus den Angeln heben, aber auf der Bühne ist das Trio sicher eine Wucht. Mit Bands wie MOTHER’S CAKE, WOLFMOTHER oder THE BREW waren die Münsteraner schon kreuz und quer durch Europa unterwegs. Könnte schlechter laufen.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #181 August/September 2025 und Wolfram Hanke