
Die aus Gräfenhainichen stammenden RIPTIDE aka RPTD haben mit „Kosmonautenschule“ ihr Debütalbum in Eigenregie veröffentlicht. Und das bietet in insgesamt 40 Minuten elf Songs mit melodischem Punkrock auf äußerst hohem Niveau. Starkes Songwriting, versierte Arrangements und eine exzellente dichte Produktion machen die Platte zu einem wirklich kurzweiligen Hörvergnügen. Besonders markant ist der hohe, rauhe Gesang, der immer wieder durch schöne Background-Shouts und Chöre untermalt wird. Während sie sich textlich sehr persönlich geben – sowohl auf Deutsch als auch Englisch –, wandeln sie stilistisch gekonnt über Genregrenzen hinweg: Hier eine Prise Punk’n’Roll, da mal ein Quäntchen Emo-Punk oder ein Metal-Interlude mit feinen Gitarrenlicks, dann wieder Vollgas Punkrock. Es klingt, als träfen THE BONES auf AGAINST ME!, TOXIC WALLS und BROILERS. Neben dem gelungenen Coverartwork zeugt auch das dem Vinyl beiliegende Booklet von viel Liebe zum Detail. Einzig ein paar mehr Begleitinfos zu Band und Platte wären wünschenswert gewesen, im Netz findet sich leider nicht viel über die vier Herren. Schade.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #178 Februar/März 2025 und Christoph Siart