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RUDE BOY

Jiro Taniguchi, Caribu Marley

Gekika sind im Gegensatz zum Mainstream-Manga direkt an Erwachsene gerichtet. Jiro Taniguchis (1947-2017) Werk bewegt sich hauptsächlich in diesem Bereich. Auch „Rude Boy“, ein von Garon Tsuchiya aka Caribu Marley (1947-2018) geschaffenes Szenario, bildet da keine Ausnahme. In Japan ist der im Yakuza-Milieu angesiedelte Hardboiled-Krimi bereits 1984 erschienen, jetzt ist er, Schreiber & Leser sei Dank, auch erstmals in deutscher Übersetzung erhältlich. Mit detailliert getuschtem Strich zeichnet Taniguchi einen leicht Teddyboy-mäßigen rebellischen Misfit, der um jeden Preis versucht, dem ihm vorbestimmten Schicksa in der hierarchischen Welt der organisierten Kriminalität Japans zu entfliehen. Dabei wird er vom Studenten und Möbelpacker zum obdachlosen Schläger, der sich bei Gelegenheitsbekanntschaften einnistet und ohne Rücksicht auf Konventionen und Benimmregeln scheinbar ziellos durch verschiedene Lebensmodelle irrt, bis eine unbekannte Schönheit für die große Wende sorgt. Gewalt und Action treffen Sex und Crime, erlesenste Schundliteratur in Bildform.

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