
Wenn man verstanden hat, dass der etwas seltsam anmutende Bandname eine Kombination aus SARCÓFAGO und KREATOR ist, weiß man auch, wie der Hase bei SARCATOR läuft. Thrash Metal spielt das junge Quartett aus dem schwedischen Trollhättan und jung bedeutet, dass bis auf Sänger Felix Lindquist alle in diesem Jahrtausend geboren wurden. Dafür sind aber auch alle fit an ihren Instrumenten und brennen auf ihrem dritten Album ein ziemliches Feuerwerk an guten Ideen ab, deren Basis zwar Thrash ist, der grundsätzlich viele kleine Gitarrenharmonien enthält, aber auch locker um andere Musikrichtungen wie Black Metal erweitert wird. Besonders gelungen ist das Instrumental „Closure“, das wie ein Americana-Stück beginnt und dann innerhalb von sechs Minuten die Kurve zu melodiösem Metal bekommt und einen coolen Hook nach dem anderen abfeuert. Das soll aber nicht heißen, dass der Sänger einen schlechten Job macht. Er brüllt sich ziemlich kraftvoll und angepisst durch seine apokalyptischen Texte, die nicht so politisch sind wie bei anderen Thrash-Metal-Bands. SARCATOR kochen also ihr eigenes Süppchen, aber das machen sie sehr gut. Die hier vorliegende Special Edition enthält noch drei Bonustracks, bei denen SARCATOR ANTI-CIMEX, SARCÓFAGO und SADUS covern und somit einen guten Überblick über ihre Wurzeln liefern.
© by Fuze - Ausgabe #111 April/Mai 2025 und Manuel Stein
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #179 April/Mai 2025 und Ollie Fröhlich