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SARUM RITE

Shirecore

Wenn eine Debüt-CD mit Rune auf dem Cover kommt, schnaufe ich erst mal durch. Das erfordert Recherche. Im Fall von „Shire Core“ ist zum Glück kein Nazi-Alarm nötig. Die Odal-Rune, die ich identifiziert habe, ist laut Nachfrage bei der Band gar keine: „Es [handelt] sich um ein von uns selbst entworfenes runenähnliches Design, das mit THE SARUM RITE überlagert wurde, um es an unser mittelalterliches Konzept anzupassen, und nicht um das Odal, das meiner Meinung nach anders ist.“ Außerdem seien sie unzweifelhaft antifaschistisch. Sehr gut. Der Bandname selbst bezieht sich auf einen besonderen Style der katholischen Messe, der im 11. Jahrhundert in der Kathedrale von Salisbury (UK) entstand, dem „Sarum usus“ oder auch „Sarum rite“. Die Band, die selbst aus Salisbury stammt, macht eher düsteren Hardcore, typisch europäisch, ohne allerdings doomig zu werden. Dafür spielen sie zu straight. Durch die progressiven Elemente vor allem bei der Gitarre geht es auch mal Richtung Metal. Die Shouts und der (sehr) seltene Cleangesang machen die sechs Songs ziemlich interessant. Was mir an THE SARUM RITE am meisten gefällt, ist allerdings ihr Gespür für Rhythmus.

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