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SCALPTURE

Landkrieg

Wenn es um erstklassigen Oldschool-Death-Metal geht, ist auf Testimony Verlass. Lassen wir den Bielefeld-Witz mal beiseite, denn daher kommen SCALPTURE, und halten einfach fest, dass der Fünfer seit 2009 erstklassigen Death Metal spielt, der eine ziemlich eigene Note hat. Trotz alter Schule nicht bloß stumpfes Geballer, sondern stumpfes Geballer mit einem Haufen unerwarteter Melodien und sehr eigenen Soli, die genauso aufhorchen lassen wie der laute und drahtige Bass. Inhaltlich geht es auf ihrem vierten Album, wie so oft, um das leidige Thema Krieg, hier recht eigenwillig um den 30-jährigen, der von 1618 bis 1648 Europa verheerte. Von „Wallenstein“ bis „Schwedentrunk“ werden hier in zum Teil mehrsprachigen Growls einzelne Details seziert, während die Gitarren dahinwalzen und verbrannte Erde hinterlassen. „Landkrieg“ ist im Gegensatz zur Realität hier positiv belegt und positioniert SCALPTURE doch recht klar auf der Death-Metal-Landkarte.

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