
Geburtsstadt von Friedrich Schiller, Fachwerk in der Altstadt, Home of the Kehrwoche und jetzt das. Wüster Krach aus einem Keller in Marbach am Neckar. Vier halbjunge Typen, die sich SCHUBKARRE nennen. „Sand im Getreide“ heißt das Debütalbum des Quartetts. Sieben herrlich derbe Songs, die nach ihren eigenen Regeln funktionieren. Irgendwo zwischen Punk, Metal und Noise. Wilde Gitarrensoli, lange Intros, schnelle Passagen. Alles außer Schublade bei SCHUBKARRE. Dazu die krächzende Stimme von Sänger Frank Strebel, der in seinen Texten kein Blatt vor den Mund nimmt. Kritik am konservativen Denken, am aufkeimenden Neo-Faschismus, an moderner Sklaverei und an Mauern, die Menschen trennen. Die Platte ist auf 100 Stück limitiert und kommt mit Textblatt in schwer lesbarer Handschrift. Aufgenommen live im eigenen Proberaum, veröffentlich in Eigenregie. Support von Freunden und Familien. Alles strictly DIY. So können Bands auch abseits der großen Metropolen überleben.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #180 Juni/Juli 2025 und Wolfram Hanke