SHERLOCK HOLMES UND DAS HALSBAND DES TODES

Der Vater des berühmten Londoner Detektivs Sherlock Holmes war der Autor Arthur Conan Doyle, der diesen genialen analytisch-rationalen Denker im späten 19. Jahrhundert ersann. Dass Holmes im Vergleich zu anderen Kunstfiguren fast wie eine reale historische Person wirkte, lag wohl an dem Kunstgriff, Dr. Watson, den Partner des Detektivs, zum eigentlichen Chronisten für dessen Kriminalfälle zu machen. Später dachten sich auch andere Autoren wie Nicholas Meyer weitere Holmes-Abenteuer aus, der die Vorlage für Herbert Ross’ großartigen Holmes-Film „Kein Koks für Sherlock Holmes“ lieferte. „Sherlock Holmes und das Halsband des Todes“, der schon einige Male auf DVD erschien und jetzt das erste Mal auf Blu-ray veröffentlicht wurde (mit der englischen Sprachfassung), basiert lose auf dem Holmes-Roman „Das Tal der Angst“. Das Drehbuch schrieb Curt Siodmak, der 1937 in die USA ausgewandert war und dort an einigen Science-Fiction- und Horror-Filmen beteiligt war wie „Der Wolfsmensch“. Regie führte „Dracula“-Regisseur Terence Fisher (assistiert von Frank Winterstein), der 1959 für Hammer in England bereits „Der Hund von Baskerville“ mit Peter Cushing als Holmes und Christopher Lee gedreht hatte. In „Das Halsband des Todes“ übernahm Lee die Holmes-Rolle. Auch seinen Partner Thorley Walters als Dr. Watson kennt man aus zahlreichen Hammer-Filmen. Allerdings handelt es sich hier um eine deutsche Produktion unter der Leitung von Artur Brauner, und so wirkt der recht statisch inszenierte Schwarzweiß-Film wie ein Teil der Edgar-Wallace-Reihe von Rialto, allerdings ohne Humor. Leider entpuppt sich das Ganze als banaler Krimi mit bescheidenen Darstellerleistungen und ohne die visuelle Raffinesse der Hammer-Filme.

Anzeige