
Neulich sah ich mir SKYTT, ein Gießener Hardcore-Power-Trio, im AK44 an. Die Live-Hölle hatte mich vollends überzeugt. Danach zum Merch und nach Tonträgern gefragt. Aber only Tapes! Macht nix, ich habe ja mein Tapedeck noch, im Gegensatz zu zig anderen Honks. Das habe ich mir dann gekauft. Komplett DIY gemacht, auf 50 (!) Stück limitiert. Wieder daheim gewartet, bis die Familie das Haus verlässt, rein damit ins Tapedeck und dann: Arrgh! Volles Brett! Ich weiß nicht, wie man das heutzutage nennt: Hardcore, Powerviolence, Metal? Fühlt sich so an wie mit ’nem Laster auf ’ner Schotterpiste fahren. Aber nur auf den Felgen! Und das unangeschnallt. Für meine Schublade: E-Moll-Break-Gemoshe mit deutschen Texten, die verständlicherweise nicht verständlich sind, weil man sie nicht versteht. Fun-Punk ist das auf alle Fälle nicht. Heiserkeit garantiert. A-Seite: „Tristessmachine“, B-Seite: „Baustellenromantik“. Wem TRAGEDY und FROM ASHES RISE zu romantisch sind, der sollte sich unbedingt mal SKYTT live gucken! Die Drummerin ist der Wahnsinn. Das kann man nicht lernen, das hat man im Blut.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #180 Juni/Juli 2025 und Philipp Lampert