
Post-Hardcore scheint ein Comeback zu erleben, und das darf natürlich nicht ohne SLEEPING WITH SIRENS stattfinden. Hatte man zeitweise ein wenig das Gefühl, die Band habe vergessen, was ihren Sound mal ausgemacht hat, so sind sie jetzt, vier Jahre nach ihrem letzten Album, zurück und besser denn je. Es wirkt, als habe sich die Band von äußerem Druck befreit und einfach mal das gemacht, was ihnen am meisten Spaß macht. Rausgekommen ist dabei „An Ending In Itself“, mit dem sich die Band zurück zu ihren Anfängem bewegt, und zwar nicht nur musikalisch, sondern auch bildlich. Das Cover ist eine klare Anspielung auf ihr Debütalbum „With Ears To See And Eyes To Hear“. Zuletzt war das Album auch wieder im Trend, da der Song „The bomb dot com v2.0“ auf TikTok getrendet hat. Umso passender erscheint es, nun einer ganz neuen Generation mit dem neuen Album den Post-Hardcore-Sound von SLEEPING WITH SIRENS näherzubringen. Der Titeltrack macht den Anfang und verspricht mit seinem rohen Sound ein aufregendes Album. Und das ist es auch – „God in my head“ erinnert an 2010er Post-Hardcore, aber mit der nötigen Frische für 2026 und wird damit schnell zu einem Favoriten auf dem Album. Mit „Paralyzed“ zeigt die Band, dass sie auch 16 Jahre später noch harten Sound machen und vor allem dass Sänger Kellin Quinn noch ordentlich schreien kann. Seine prägnante Stimme hat der Band schon immer einen Vorteil hinsichtlich der Unverwechselbarkeit gebracht. „An Ending In Itself“ klingt wie das Album, auf das die Fans lange gewartet haben. Man kann sagen: SLEEPING WITH SIRENS sind zurück und bereit, die Aufmerksamkeit der Szene wieder für sich zu beanspruchen.
© by Fuze - Ausgabe #96 Oktober/November 2022 und Isabel Ferreira de Castro
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