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KALTFRONT

Spiegel

Ein trüber Novembertag. Es ist stockdunkel, Regen peitscht senkrecht durch die Luft, der Wind reißt die letzten Blätter von den Bäumen, die Äste knacken, ein Ast bricht, stürzt herunter und ... Genau so ist es, das neue KALTFRONT-Album „Spiegel“. Gewaltig, kompromisslos, düster und ergreifend. Sie haben es geschafft, einen typischen KALTFRONT-Stil zu kreieren, diesen immer wieder zu verfeinern, um interessant und spannend zu bleiben. Die Gitarre fräst sich auf „Spiegel“ förmlich ins Gehirn, das Schlagzeug treibt den Rhythmus gnadenlos voran, der Gesang ist einprägsam und markant. Versteckte Melodien, die man den ganzen Tag über nicht loswird, und so bewege ich mich mit der Zeile „Geh zurück in dein Grab“ durch diesen Novembertag. Die Texte spiegeln gnadenlos die Katastrophe wieder, auf die wir alle zusteuern. Beschönigt wird nichts und zwischen den Zeilen bleibt genügend Platz für eigene Interpretationen und Gedanken. Der Sound, den Archi Alert verantwortet, ist dichter und wuchtiger als auf den Vorgängeralben. Ich bin beeindruckt, begeistert und die vier Jahre Wartezeit haben sich gelohnt. Das Album gibt es digital, als CD und auf Vinyl (auch 100 Stück in Grau) mit Textbeilage!