
Eine LP, fünf Bands aus vier verschiedenen Ländern und insgesamt zwölf Lieder. Das sind die Hardfacts dieser Split-Platte, die damit eine im Emoviolence/Screamo beliebte Releaseform aufleben lässt. IKIGAI eröffnen mit vier kurzen skramzigen, nach den 2000er Jahren klingenden Songs, bevor APOUSIA zwar sphärisch beginnen, um sich dann dem Emoviolence hinzugeben. Mit MEISZEL kommt dann der Emo-lastigere Einschnitt, da sie größtenteils mit cleanem Gesang arbeiten und mit dem Lied „Zersetzt“ – zumindest verglichen mit dem Rest – fast so etwas wie eine Ballade beisteuern. Bei AZZACOV nimmt das Ganze wieder Fahrt auf, es wird chaotischer, wildes Geschrei, schnelle Riffs und ein hämmerndes Schlagzeug bestimmen den Sound. PORTRËIT beschließen mit einem sechs Minuten langen Song die LP und lassen es, was Aufbau und Tempo betrifft, ein wenig gemütlicher angehen, bevor sie die Intensität und das Tempo anziehen und sich an die vorangegangenen Bands anpassen. Ein rundes Ende für eine gute Mischung, die auf dieser Platte gebündelt ist. Da wird für alle Hörer:innen von Skramz und Emoviolence etwas dabei sein, um die Bands, die alle noch wenige Releases aufweisen, ein bisschen kennen zu lernen. Auf der eine oder anderen Bühne werden diese bestimmt bald zu sehen und zu hören sein.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #180 Juni/Juli 2025 und David Gabriel