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STANDSTILL

Lee Loughridge, Andrew Robinson

Im Mittelpunkt der Story „Standstill“ – der Name deutet es bereits an – steht eine Frage, die sich dem Protagonisten Ryker Ruel stellt und vielleicht auch anderen Menschen im Leben irgendwann einmal begegnet: „Was würdest du tun, wenn du die Zeit anhalten könntest?“ Für Ruel ist diese Frage Realität geworden, seitdem er in den Besitz eines gleichsam geheimen wie geheimnisvollen Hightech-Geräts gelangt ist, mit dem genau das möglich ist. Was die Sache kompliziert macht und dieser famos düsteren, actionreichen und wenig zimperlichen Graphic Novel ihren Reiz schenkt, ist der Umstand, dass der (Anti-)Held eigentlich der letzte Mensch sein sollte, der eine solch ein Gerät besitzt, ist er doch undurchsichtig, egozentrisch, verführerisch und vor allem ein unheilbarer Soziopath. Die Konsequenz: Ziemlich schnell werden überall auf dem Planeten führende Politiker ermordet, berühmte Kunstwerke gestohlen – und überhaupt dominieren unerklärliche üble Verbrechen die Schlagzeilen der über eine durch und durch verkorkste Welt berichtenden Medien. Der einzige Mensch, der weiß, was hier gerade passiert und der einen Plan haben könnte, wie all dieses Unheil und Ryker gestoppt werden könnten, ist der Erfinder des Geräts. Ein völlig durchschnittlicher Geek, der sich von jetzt auf gleich einer Mission gegenübersieht, die ihn überfordern und alles andere an den Rand der Existenz bringen könnte. „Standstill“ ist ein SciFi-Thriller, der dieser ausufernden Handlung entsprechend im dicken Breitbandformat daherkommt und ein Artwork aufweist, das überragend ist: Hardboiled trifft Tarantino trifft Dystopie trifft Action trifft Martial Arts und noch viel mehr – mitten rein ins Auge, ins Hirn und ins Herz.

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