
Kürzlich hatte THE DREAM SYNDICATE-Frontmann Steve Wynn seine lesenswerte Autobiografie „I Wouldn’t Say It If It Wasn’t True“ veröffentlicht, „A Memoir of Life, Music, and the Dream Syndicate“, in der er seine Erinnerungen an diese Zeit bis zur Auflösung der Band zu Papier brachte – einen zweiten Teil hat der Autor angekündigt. Parallel dazu erschien mit „Make It Right“ quasi ein Soundtrack zum Buch, bei dem sich Wynn von einer stattlichen Anzahl alter Bekannter begleiten ließ, darunter Gattin Linda Pitmon, THE DREAM SYNDICATE-Kollege Dennis Duck, Chris Eckman (THE WALKABOUTS), Mike Mills (R.E.M.), Stephen McCarthy von den LONG RYDERS oder Vicki Peterson von den BANGLES. Dennoch klingt „Make It Right“ deutlich spartanischer als THE DREAM SYNDICATE oder auch andere Wynn-Platten, und wenn man seine langjährige Band mit THE VELVET UNDERGROUND gleichsetzt, dann ist er hier eher der Lou Reed. Wynn erlaubt sich dabei im Rahmen von eher traditionellen Americana-Klängen eine größtmögliche stilistische Offenheit und Entspanntheit, ist dabei sowohl textlich als auch musikalisch um eine eher introspektive Herangehensweise bemüht und klingt meist, als hätte er das Album in der heimischen Küche aufgenommen. Daran muss man sich kurz mal gewöhnen, aber der Mann kann einfach keine schlechten Platten machen. Gute Popsongs konnte er schon immer schreiben, und so ist auch „Make It Right“ voll von diesen irgendwie charakteristischen Wynn-Hits, neben einigen geradezu schrulligen Stücken.
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