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DAEVAR

Sub Rosa

Die Band kommt aus Köln, das Label aus Berlin ... und die Musik aus den 1990ern. DAEVAR, deren drittes Album „Sub Rosa“ ist, nach „Delirious Rites“ (2023) und „Amber Eyes“ (2024), sind musikalische Grenzgänger. Doom und Grunge tauchen hier immer wieder als Schlagworte auf, speziell letzteres kann ich aber kein Stück nachvollziehen – ersteres wiederum sehr. Wer allerdings an genreprägende Bands wie CANDLEMASS oder SAINT VITUS denkt, kommt hier auch nicht weiter bei der gedanklichen Annäherung. Es ist auch eine Menge „moderner“ Post-Rock im Spiel, der Spaß an niederfrequentem, flächigem Bass- und Gitarrenwummern mit viel Druck und Drive. Vor allem aber sehe (höre!) ich eine Menge Parallelen zur Pioniergeneration des britischen Shoegaze aus den frühen 1990ern, woran der ätherische, hallige Gesang von Bassistin Pardis Latifi einen erheblichen Anteil hat. Dadurch gewinnen die Stücke eine gewisse Leichtigkeit, bei aller doomigen Heavyness, und bisweilen ist da auch eine gewisse Post-Irgendwas-Note – beobachten gerade A PLACE TO BURY STRANGERS die Szenerie aus der Backstage-Tür ...? „Nur“ sieben Songs finden sich auf dem Album (hier: rotes Vinyl), die aber nichts für Spotify-Skipper mit knapper Aufmerksamkeitsspanne sind.

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