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SUPERCHUNK

Songs In The Key Of Yikes

Wenn im Info zu „Songs In The Key Of Yikes“ zu lesen ist, dass es ein typisches SUPERCHUNK-Album sei, klingt das ein wenig nach „Kenn ich, hab ich, brauch ich nicht“, und unterschlägt dabei, dass schon leichte Variationen eines speziellen Trademark-Sounds für deutliche Unterschiede sorgen können. Charakteristische Frontmänner und -frauen drücken Bands natürlich unweigerlich ihren Stempel auf, vor allem im Fall von Mac McCaughan, der mit seiner leicht angerauhten knabenhaften und irgendwie auch androgynen Stimme kaum anders klingt als auf dem selbstbetitelten Debüt von 1990 der ein Jahr zuvor in Chapel Hill, North Carolina von ihm und Bassistin Laura Ballance gegründeten Band – 1989 riefen beide auch Merge Records ins Leben. Ebenfalls immer noch dabei ist Gitarrist Jim Wilbur, während der langjährige Schlagzeuger Jon Wurster (1991-2023) die Band inzwischen verlassen hatte und danach bei THE MOUNTAIN GOATS und Bob Mould anzutreffen war. Auf gewisse Weise sind SUPERCHUNK ein ähnlicher Fall wie Mould, der in den letzten Jahren fünf Platten auf Merge veröffentlichte und ähnlich lang Musik unter seinem Namen aufnimmt. Auch bei Mould weiß man ungefähr, was man zu erwarten hat, aber das ändert nichts an der weiterhin hohen Qualität seines Outputs an der Schnittstelle von Punk und Pop, die er über die Jahre ähnlich wie SUPERCHUNK verfeinern und perfektionieren konnte. Und so ist auch „Songs In The Key Of Yikes“ nach „Wild Loneliness“ von 2022 wieder ein Album voller unwiderstehlicher Hits – eingängig, aber auch weiterhin konsequent kratzbürstig.

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