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SWAMI JOHN REIS

Time To Let You Down

Ich gestehe, ich bin befangen! John „Speedo“ Reis, inzwischen auch als Swami unterwegs, veröffentlicht nur sechs Monate nach „All Of This Awaits You“ sein drittes „Solo-Album“ innerhalb von vier Jahren. Ich folge ihm seit den frühen 1990ern zu vielen Auftritten von ROCKET FROM THE CRYPT, HOT SNAKES, SULTANS, THE NIGHT MARCHERS ... um nur einige zu nennen. Im Interview in dieser Ausgabe, nennt er es ein „Revenge Album“, BMG scheint keinen guten Job gemacht zu haben. Ab dafür! „Time To Let You Down“ ist das bisher stärkste Album unter dem Namen SWAMI JOHN REIS. Viele Songs haben absolutes Hitpotenzial, sie könnten locker auf RFTC- oder HOT SNAKES-Alben enthalten sein. John hat das Album mit folgenden Gästen eingespielt: Jason Sinclair (dr; HOT SNAKES), Joey Guevara (key, voc) und „additional vocals“: Brianna Cowan, Glen Galloway, Jacob Turnbloom, Tiger Reis. Was John hier in elf Songs abliefert, kann sich wirklich sehen lassen. Exzellentes Songwriting, die Hitdichte ist enorm („Fed to the dogs“, „Boomer rang“, „Time to let you down“), aber mein Lieblingssong ist „Kamen Rider theme“ – eine Hommage an einen Superhelden, so wie es die DICKIES mit „Gigantor“ gemacht haben. Und eben jene DICKIES lugen hier immer wieder um die Ecke, nenn es lapidar, „(Southern) California Sound“, schnell und catchy, Ohrwurmcharakter to the max! Das Album schrammt um Haaresbreite an der Zehn vorbei. Ich las zuletzt über ihn diese Sätze: „John Reis fills a void. It’s a cynical world and there aren’t many true believers in rock & roll anymore. He’s the carnival barker that lures you into rock & roll. He believes in rock & roll wholeheartedly and wants you to believe too. He’s a genius at guitar riffs. He’s evidence that rock & roll is not played out.“ Wohl wahr!

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