
Der letzte Release von SWEET REAPER ist nun auch schon fünf Jahre und eine Seuche her, die letzte LP glatt sechs. Auch wenn man sich sofort heimisch fühlt in Sound und Wiedererkennungswert des Artworks, scheint die Band einen Gang runtergeschaltet zu haben. Nicht mehr ganz so ungestüm und mitten ins Gesicht, dafür sind die Gesangsmelodien ausgefeilter und eingängiger. Die Temporücknahme fällt auch nicht so gravierend wie bei anderen Bands aus, gibt dafür mehr Platz für gloomy Parts und Chöre, die eine andere Seite der Band zeigen. Wenn wir mal kurz ehrlich sind, wäre es auch ziemlich langweilig, wenn sie beim vierten Mal wieder eine ähnliche LP abgeliefert hätten. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Die Trademarks sind immer noch vorhanden, aber bei den längeren Songs merkt man schon, dass daran ein bisschen mehr herumgefeilt wurde, und genau die sind die Gewinner auf diesem Longplayer für mich. „Energy“ und „Zero candles“ sind Instant-Klassiker, ein bisschen lasziv, arschwackelig und extrem tanzbar. Etwas für alle Fans dieser großartigen Band und wohl ein paar neue mehr.
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