MODERNETTES

Teen City

Wie YOUNG CANADIANS, POINTED STICKS, SUBHUMANS und D.O.A. gehörten auch die MODERNETTES Ende der 1970er und Anfang der 1980er zur kleinen, aber feinen Underground-Szene von Vancouver, und wie in solchen Szenen so üblich, gab es da diverse personelle Überschneidungen mit erwähnten Bands: Jughead spielte hier wie bei D.O.A., bei der Abschiedsshow war Art Bergmann von den YOUNG CANADIANS als Gitarrist zu hören. Diese fand 1983 statt, und da hatten die MODERNETTES unter Führung ihres immer smart gekleideten Frontmanns Buck Cherry und der blonden Mary-Jo am Bass eine kurze Karriere von gerade mal drei, vier Jahren hinter sich und eine ganze Reihe wunderschöner Power-Pop-Punk-Songs geschrieben. Die hatten sie mittels der „Teen City“-EP (1980, Quintessence), der „View From The Bottom“-EP (1982, Vox Desperatum) sowie des „Gone ... But Not Forgiven“-Albums (1981, Challenger Sound) studiomäßig dokumentiert, beim Debüt mit Hilfe des jungen Produzenten Bob Rock. Nachdem Porterhouse 2024 schon „View From The Bottom“ neu aufgelegt hatte, folgte nun „Teen City“ und macht klar, welch Perle da seit dem letzten Rerelease via Sudden Death 2014 unbeachtet geblieben war. Damals, als Punk, Powerpop und New Wave in Nordamerika definitorisch verschmolzen, machten die drei Kanadier:innen die Musik dazu: schnelle, schlanke Songs mit eingängigen Melodien und eingängigen Refrains, siehe „Barbra“, siehe „Teen city“. Sechs Tracks, sechs Treffer. Kommt mit Fotos sowie Linernotes von Buck Cherry auf dem Beiblatt. Remastert von den originalen Tapes.

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