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ANI KYD WOLF

The Last Steps Of Man-Unkind

2005 schon feierten wir im Ox das Album „Evil Needs Candy Too“ der Kanadierin Ani Kyd, die seit ihrer Hochzeit ihren Namen um den Nachnamen ihres Mannes erweitert hat. „Seit 1989 macht die aus Vancouver, Kanada stammende Sängerin und Gitarristin Ani Kyd mit Bands wie RUMBLEFISH, SPANK MACHINE, SPANKIN’ BETTY, KYD MONOPOLI oder FUEL-INJECTED 45 schon Musik, trotzdem ist mir der Name bisher völlig unbekannt gewesen“, konstatierte Rezensent André seinerzeit, und als Ox-Vancouver-Korrespondent Allan MacInnis mir nun ein Interview mit Ani vorschlug, musste ich erstmal recherchieren – ich hatte die langjährige gute Bekannte von Jello Biafra auch nicht (mehr) auf dem Schirm. Mit „The Last Steps Of Man-Unkind“ ist 2025 auf dessen Alternative Tentacles-Label das neue Album erschienen (zwischenzeitlich kamen 2011 „Past Demons“ und 2014 „Entangle“, 2023 der SPANK MACHINE-Rerelease „Spank You Very Much“), das sich auch wieder nach Kräften bemüht, ganz eigenwillig zwischen allen Stühlen zu sitzen – Ani wie Jello teilen eine Leidenschaft für eklektische Musik, die Punk über weite Strecken nur der Attitüde nach ist, von Ausnahmen wie „The flowers are on fire“ mal abgesehen. Anis Stimme changiert zwischen melodiöser Intensität und kratziger Aggressivität, die Musik deckt von fast schon Punk bis zu pumpendem Industrial-Metal in „Put the guns down“ ein weites Spektrum ab – „Alternative Rock“ klingt cheesy, trifft es aber irgendwie. Mit 14 Songs und 53 Minuten läuft das Album recht lang – zu lang für nur eine LP, weshalb es bislang nur auf CD und digital erschienen ist.

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