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LETTERBOMBS

The World Is Cursed ...

Ob das nun Emo-Violence, Screamo, Powerviolence oder „einfacher“ Hardcore ist, ist eigentlich relativ egal. Sicher ist nur, dass „The World Is Cursed ...“ nur eine Handvoll Lieder bietet, die die Zwei-Minuten-Marke knacken, und es sich der Großteil der Stücke folglich im ultraschnellen Bereich ungemütlich macht. Dabei beginnt das Album mit dem Opener „Soliloquy“ mehrstimmig und in Zeitlupe. Es handelt sich nach zahlreichen Split-Veröffentlichungen und noch kürzeren Formaten um die Debüt-LP von LETTERBOMBS, Innerhalb von nur 18 Minuten hat sich das finnische Quartett hier die fünf Phasen der Trauer, um die die Musik thematisch kreist, vollständig erarbeitet. Ein wenig wirkungsvoller Cleangesang erinnert immer mal wieder daran, dass die Platte von echten Menschen eingespielt wurde. Die wutverzerrten Schreie und die unmittelbare Wucht, die sich instrumental überschlägt und dabei intuitiv und frenetisch losgetreten wird, verwischen ihren menschengemachten Ursprung geradezu. Die mit zumeist negativen Gefühlen aufgeladene Musik und deren textliche Verarbeitung sind hingegen zweifelsfrei menschlich und es ist für jeden nachvollziehbar, dass diese Emotionen schnell und ungefiltert offenbart werden müssen, bevor sie sich im Innern anstauen und sich unbearbeitet zerstörerisch einbrennen.

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