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THIRTEENTH TURN

Bokkenrijder

Am 28. November erschien mit „Bokkenrijders“ das neue Album der niederländischen Streetpunk-Band THE THIRTEENTH TURN. Oi! meets Hardcore, so könnte das Hörerlebnis zusammengefasst werden, wobei die Betonung auf Erlebnis liegt. Der Sound der elf Songs orientiert sich am britischen Punk der 1980er Jahre: STIFF LITTLE FINGERS auf Speed. Die Band knotet der Gesellschaft nicht nur namentlich einen Galgenstrick, sondern bringt ihre Wut auf ein kapitalistisches System, in dem das Recht des Stärkeren gilt und Menschen durch Menschen unterdrückt und krank gemacht werden, immer wieder auf den Punkt. Eine Kampfansage. Der Vereinzelung und Verelendung in der Masse stellen THE THIRTEENTH TURN wohl dosierten Working-Class-Pathos und Solidaritäts-Postulate entgegen und animieren zum aktiven Widerstand. Die Songs überzeugen durch ihre rohe Energie und Attitüde. Wenn ich einen hervorheben müsste, wäre dies der titelgebende „Bokkenrijder“. Etwas sozial-romantisch verklärt stellt sich die Band hier in die Tradition der Legende von den gleichnamigen (so affirmierten) freibeuterischen Banden, die vor allem in der Provinz Limburg und anderen Teilen von Benelux in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ihr (Un-)Wesen trieben und Angst und Schrecken unter der besitzenden Klasse verbreiteten. Die LP erscheint in einer limitierten und handnummerierten Auflage von 300 Exemplaren.

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